Ohne Pflege kein Sound!

An sich ist die Pflege des In-Ear Monitoring denkbar einfach und nimmt kaum Zeit in Anspruch. Dennoch sollte man nicht vergessen seinen Hörern regelmäßig etwas Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Systeme werden während des Betriebes einer relativ technikfeindlichen Umgebung ausgesetzt. Starke Feuchtigkeit, Cerumen (Ohrenschmalz), Haar-Gel usw. haben schon das eine oder andere In-Ear zum Verstummen gebracht und etwas Vorsorge verlängert die Lebensdauer des Monitoring nachweislich!

Ordentlich trocknen!

Nicht jede Form eignet sich, um In-Ear Hörer trocken zu kriegen!

Der erste Schritt nach dem Betrieb ist, die Hörer zunächst ordentlich austrocknen zu lassen. Es kann schon ausreichend sein, das In-Ear Monitoring über Nacht (oder Tag - je nach dem) offen auslüften zu lassen. Also nicht gleich ins Case zurücklegen. Handelt es sich um Standardhörer, ist es sinnvoll die Aufsätze zu entfernen. Ähnliches gilt für die individuell gefertigten Otolastiken. Sollte das In-Ear Monitoring täglich genutzt werden, ist es unter Umständen nicht ausreichend, es ein paar Stunden austrocknen zu lassen.

 

In diesem Fall kann zur Beschleunigung des Trockenprozesses ein Trockensystem genutzt werden. Für diesen Zweck stehen verschiedene Verfahren zur Wahl. Entweder erfolgt die Trocknung durch Trockenkapseln (Tabletten die Feuchtigkeit aufsaugen) oder mit einem Trockenkissen. Die Kissen besitzen einen Sensor der vor Überhitzung schützt. Eine weitere Möglichkeit ist die Arbeit mit zwei baugleichen Monitoring-Hörern, welche jeden Tag getauscht werden. So hat jedes Monitoring einen Tag Pause und Zeit zum Trocknen.

Reinigung

Entfernbare Aufsätze sowie Otoplastiken können separat sogar mit Wasser gereinigt werden. Vorsicht: die gereinigten Aufsätze bzw. Plastiken erst wieder anbringen, nachdem sie hundertprozentig ausgetrocknet sind. Wer hierbei sicher vorgehen möchte, hat die Möglichkeit Reinigungstücher zu verwenden. Diese sind mit einer desinfizierenden und schnell verdunstenden Flüssigkeit getränkt und schützen so vor an den In-Ear's selbst verursachten Feuchtigkeitsschäden.

 

Da kann man schon ins Schwitzen kommen!

Finden Standardaufsätze Verwendung, so sollten diese gar nicht oder ohne intensive Reinigung nicht gleichzeitig von mehrere Personen genutzt werden. Schaumgummiaufsätze sollten generell nach 2 bis 3 Anwendungen entsorgt werden. Silikon-Tips lassen sich nach wiederkehrender Reinigung deutlich länger verwenden.

Im Lieferumfang eines jeden Monitoring-Systems ist ein Reinigungswerkzeug enthalten. Mit dieser kleinen Metallschlaufe lässt sich Cerumen gut entfernen, sollte dieses in den Schallkanal des In-Ear Hörers gelangt sein. Da Cerumen nicht nur sehr aggressiv ist, sondern den Klang der In-Ear's erheblich verschlechtert, sollte es in diesem Fall schnellstmöglich entfernt werden. Wenn Sie sich die „Tiefenreinigung“ des In-Ear Monitoring selbst noch nicht zutrauen, stehen wir Ihnen gern mit Rat und Tat zur Seite.

 

Das zur Trocknung und Reinigung benötigte Zubehör bekommen Sie auch bei uns im Geschäft. Wir beantworten gern Ihre Fragen und können Sie bei der Auswahl unterstützen.