Ein-Wege-Hörer

Im Ein-Wege-Hörer steht für die Übertragung des gesamten Frequenzbereiches ein Treiber (Lautsprecher) zur Verfügung. Diese Umsetzung des Monitoring lässt zumeist die kleinste Bauweise zu, was sich vorrangig bei den Standard-In-Ear Hörern bemerkbar macht. Diese Hörer bieten mit ihrem ausgewogenem Klang allen Einsteigern und erfahrenen In-Ear Trägern die preiswerte Alternative zum Mehrkanal-Monitoring.

Zwei-Wege-Hörer

Ultimate Ears/Super fi 5pro Hörer, Sennheiser/e935 Mikrofon
Fischer Amps FA 2 e

Die Zwei-Wege-Systeme zeichnen sich durch eine verzerrungsarme Wiedergabe mit satten Bässen sowie transparenten Höhen, selbst bei hohen Lautstärken, aus. Das erheblich bessere Klangverhalten dieser Monitoring-Systeme ist das Resultat zweier hier arbeitenden Treibern (Basstreiber und Mittel-/Hochtontreiber) sowie einer passiven Frequenzweiche.

Drei-Wege-Hörer

Diese In-Ear Systeme überzeugen durch ihre unschlagbare Dynamik im Bassbereich. Kein Wunder! Stehen doch zur Umsetzung des Bassdrucks gleich zwei Treiber zur Verfügung. Hier bleibt kein Wunsch offen und das ohne die Transparenz der mittleren und hohen Töne aufzugeben.

 

 

Für alle die mehr wissen wollen:

Vorrangig kommen in der technischen Umsetzung des In-Ear Monitoring so genannte Druckkammertreiber zum Einsatz. Als Treiber sollen hier die „Lautsprecher“ bzw. Wandler bezeichnet werden. Seltener finden Membrantreiber Verwendung. Die Ausnahme bilden hier Hybrid-Hörer, bei denen die Membrantreiber saftigen Bässe hervorbringen. Bei der Umsetzung der Mitten und Höhen werden in dieser Kombination die Vorteile der Druckkammertreiber genutzt.

 

Druckkammertreiber: Sind ein in sich geschlossenes System. Die einzige Öffnung ist der Schallkanal. Dieses Umsetzungsprinzip hat zur Folge, dass die mit diesen Treibern gebauten In-Ear Hörer ihre beste Klangentfaltung bei optimal abgedichtetem Gehörgang haben. Sitzen die Hörer nicht perfekt, gehen vorrangig die Bässe verloren und der Klang wird sehr „dünn“, unangenehm und mehr oder weniger unbrauchbar. Dieses Problem tritt am häufigsten bei der Verwendung standardisierter Monitoring-Hörer in Verbindung mit den einfachen Silikonspitzen oder Schaumgummiaufsätzen auf.

 

Die Vorteile dieser Wandler wiegen jedoch schwerer: Zunächst sind sie sehr klein und nur durch kleine Bauelemente lassen sich die Wünsche nach mehrkanaligen komplett im Ohr sitzenden Monitoring-Hörern erfüllen. Zweitens ist bis auf wenige Ausnahmen eine hohe Abdichtung gewünscht, da gerade diese die Vorteile des In-Ear Monitoring ausmacht. Nur so lassen sich bei hoher Bühnenlautstärke der hervorragende Klang der Systeme genießen und die Ohren vor zu hohen Lautstärken schützen.

 

Membrantreiber: Membrantreiber bieten den Vorteil, ihre Leistung auch bei „geöffneten“ Otoplastiken voll entfalten zu können. Ähnlich wie bei einem Walkman Hörer sind sie je nach Bauart mit mehreren Öffnungen versehen. Das bietet die Möglichkeit, auch In-Ear Hörer die keine große Absenkung der Außengeräusche haben sollen, ohne Verlust der Bassumsetzung zu fertigen. Die Hybrid-Hörer bieten eine Dämmung von ca. 10 – 12 dB. Dieser geringe Wert schränkt den Einsatzbereich jedoch erheblich ein. Also nichts für Auftritte in lauten Locations, da die Lautstärke des Monitormixes automatisch durch die hohe Außenlautstärke nach oben getrieben wird. Das gilt übrigens auch für Walkman Hörer. Diese verfügen über fast keine Dämmung und sind für den gewöhnlich Monitoring-Einsatz auf lauten Bühnen ungeeignet!